• Junge trägt Mädchen auf dem Rücken
  • Gespräch zwischen einem Mann und einer jungen Frau
  • Mann auf einem Stuhl
  • Gesichter von einer Frau und einem Mann im Vordergrund
  • Mann und Frau sitzen an einer Wand
  • Mädchen in der Schulklasse

Sprachen - Das Engagement der Volkshochschulen

Die zunehmende Notwendigkeit gesellschaftlicher Integration in einer von Migration und Einwanderung geprägten Gesellschaft, die Globalisierung von Wirtschaft und Kultur sowie die wachsende Mobilität in Europa erfordern immer bessere Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen.

Die Volkshochschule ist die erste Adresse, wenn es um das Sprachenlernen im Erwachsenenalter geht. Sie ist mit Abstand der größte und beliebteste Anbieter von Sprachkursen in Deutschland. Im Jahr 2015 fanden rd. 190.000 Kurse mit einem Umfang von insgesamt 8,1 Millionen Unterrichtsstunden statt. Gezählt wurden insgesamt mehr als 2 Millionen Belegungen. Mit einem Anteil von 49 % aller Unterrichtsstunden liegt der Programmbereich Sprachen an erster Stelle der VHS-Fachbereiche.

Ziele der Arbeit im DVV

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) sowie die VHS-Landesverbände und ihre Volkshochschulen unterstützen die Menschen darin, das von der Europäischen Union als Schlüsselqualifikation bezeichnete sprachpolitische Ziel der Mehrsprachigkeit zu erreichen. Daneben gilt es, die entscheidende Rolle der Lehrkräfte für die Qualität des Sprachenunterrichts zu würdigen und den Volkshochschulen neue Wege für deren Gewinnung und Bindung zu ebnen.

Bundesfachkonferenzen

Die Bundesfachkonferenz findet in der Regel alle zwei Jahre statt. Voraussichtlich wird die nächste Konferenz im Jahr 2018 stattfinden. Sie richtet sich an VHS-Programmverantwortliche und Projektmitarbeiter im Bereich Sprachen und bietet Gelegenheit zu überregionalem Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung.

Bundesfachkonferenz 2015

Bundesfachkonferenz 2015

Bundesfachkonferenz Sprachen 2015

SPRACHENLERNEN – MOTIVIERT!“, am 12./13.11.2015 in Heidelberg

Welche Rolle spielt Motivation eigentlich im beruflichen Alltag der Volkshochschulen? Welche Bedeutung nimmt sie für das Sprachenlernen und -lehren ein und welche Lernkonzepte sowie -fähigkeiten sind dabei von Bedeutung? Diesen und vielen weiteren Fragen ging die Bundesfachkonferenz Sprachen 2015 mit rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland im Rahmen von insgesamt 25 Teilveranstaltungen nach. In Workshops und Kurzvorträgen stand neben Themen wie teilnehmerbezogene Kursformate, Mehrsprachigkeit und der strategischen Ausrichtung des Englischen, die Sprachförderung für Asylsuchende und Flüchtlinge im Mittelpunkt.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) veranstaltete die Bundesfachkonferenz in Kooperation mit der telc gGmbH, der Volkshochschule Heidelberg und dem DVV-Bundesarbeitskreis Sprachen. Unterstützt wurde er von den Verlage Cornelsen, Ernst Klett Sprachen, Klett-Langenscheidt und Hueber.

Nähere Informationen zum Programm und den Inhalten finden Sie im untenstehenden Downloadbereich.

Programm

Dokumentation Tag 1

Dokumentation Tag 2

Impressionen Tag 1 ©Ingo Bever

Impressionen Tag 2 ©Ingo Bever

Interview zum Motivationsvortrag von Prof. Michaela Brohm, Universität Trier

Vortragsteaser "Ticken wir noch richtig?" von Jonas Geißler, timesandmore

 

 

 

 

Bundesfachkonferenzen 2003-2013

Publikationen

Praxishandbuch Sprachen

Praxishandbuch Sprachen

Das Praxishandbuch entstand im Jahr 2011 auf Initiative des Bundesarbeitskreises Sprachen des DVV. Sprachreferentinnen und -referenten aller Landesverbände haben mit Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen aus den Volkshochschulen Erfahrungen aus dem Sprachenbereich zusammengetragen und diese mit den Erkenntnissen zum Sprachenlernen und Programm-Management an Volkshochschulen verbunden. Ziel der Publikation ist es, die Qualität von Sprachkursen in Volkshochschulen - von der Konzeption bis zur Umsetzung - auf einem objektiv vergleichbaren Niveau zu sichern. Der Hefter ist nach dem Prinzip "von der Praxis für die Praxis" aufgebaut und enthält eine Vielzahl an Vorlagen und Anleitungen, mit deren Hilfe das Sprachenlernen an Volkshochschulen gemanagt werden kann.

Das Praxishandbuch ist ausschließlich von Volkshochschulen zu beziehen. Ansprechpartner sind die Sprachenreferenten der VHS-Landesverbände.

Im Internen Bereich der DVV-Webseite steht Ihnen ab sofort ein neues Kapitel zum Thema "Bildungsangebote für Flüchtlinge" zum Download zur Verfügung.

Leitfaden "Deutsch für Medizinerinnen und Mediziner"

Leitfaden "Deutsch für Medizinerinnen und Mediziner"

Medizinleitfaden

Leitfaden "Deutsch für Medizinerinnen und Mediziner"

Der Fachkräftemangel in Deutschland wird in vielen Bereichen diskutiert - vor allem in Medizin und Pflege. Die Zuwanderung von qualifiziertem Fachpersonal aus der Europäischen Union und aus Drittstaaten ist schon jetzt eine Notwendigkeit, die weiter an Bedeutung zunehmen wird.

Deutschkenntisse sind der Schlüssel zum Erfolg, um im Ausland erworbene Qualifikationen und Kompetenzen einzubringen. Hierfür hat der DVV-Bundesarbeitskreis Sprachen gemeinsam mit dem DVV einen Leitfaden entwickelt, der bereits existierende Angebote im Sprachenerwerb einer Qualitätskontrolle unterzieht. Wo es noch keine Angebote gibt, können Volkshochschulen diesen Leitfaden nutzen, um Sprachkurse für Medizinerinnen und Mediziner auf Grundlage valider Standards zu konzipieren und umzusetzen. Dabei setzt er sowohl auf der fachdidaktischen als auch auf der organisatorischen Ebene an.

Ob Informationen, Vorlagen oder Checklisten zur Kursgestaltung, zur Akquise und Gesprächsführung mit Kliniken oder zur Auswahl und Fortbildung der Kursleitenden: All das wird hier - aus der Praxis für die Praxis - präsentiert.

Der Leitfaden "Deutsch für Medizinerinnen und Mediziner" steht Ihnen ab sofort im Internen Bereich der DVV-Homepage zum Download zur Verfügung.

Tätigkeitsfelder

Entwicklung des Englischen

Eine Kooperation zwischen dem Deutschen Volkshochschulverband, dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) und der Universität Tübingen

Der Sprachenbereich an deutschen Volkshochschulen hat sich in den letzten Jahren dynamisch weiterentwickelt. Allerdings geht dies auch mit Verschiebungen innerhalb des Gesamtbereichs Sprachen einher. Das Englische nimmt, gemessen an den gesamten Unterrichtsstunden im Fachbereich Sprachen, momentan 21 % und somit den zweiten Platz hinter Deutsch als Zweitsprache ein. Gleichwohl steht es derzeit vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die nur durch die Entwicklung neuer Konzepte gelöst werden können. Anhand einer wissenschaftlichen Aufarbeitung, die von der Universität Tübingen in Kooperation mit dem Deutschen Volkshochschulverband und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) durchgeführt wurde, konnte analysiert werden, wie sich das VHS-Angebot im Englischen in den Jahren von 1991 bis 2011 entwickelt hat und welche Einflussfaktoren hierfür bestimmend waren. Hieraus sollen nun wiederum Rückschlüsse für die zukünftige Arbeit im Fachbereich Englisch gezogen werden.

Nähere Informationen dazu finden Sie im passwortgeschützten Internen Mitgliederbereich.

Gewinnung, Förderung & Bindung jüngerer Kursleitender

Gewinnung, Förderung & Bindung jüngerer Kursleitender

Da Volkshochschulen in öffentlicher Verantwortung agieren, haben sie eine besondere Pflicht, Fragen der Bildungs- und Generationengerechtigkeit im Auge zu behalten. Ältere Menschen nutzen Sprachkurse an Volkshochschulen eher, um ihre bereits vorhandenen Sprachkenntnisse weiterzuentwickeln und so kulturell und unter sozialer Einbindung aktiv zu bleiben. Dem gegenüber verbinden die jüngeren Teilnehmenden bis 35 Jahre (im Jahr 2013 insgesamt 34 % der Gesamtteilnehmenden im Sprachenbereich; vgl. DIE-Volkshochschul-Statistik, Tabelle 14) mit dem Sprachenlernen an einer Volkshochschule häufig zielgerichtetere Absichten: Die sprachliche Qualifikation soll beispielsweise insbesondere der beruflichen Weiterentwicklung dienen. Die Volkshochschulen reagieren auf diese teils sehr unterschiedlichen Vorstellungen vom Sprachenlernen mit einer Ausdifferenzierung ihres Angebots.

Um das Sprachenangebot auch für die Zukunft attraktiv gestalten und die Kompatibilität der Kursleitungen für ein jüngeres Zielpublikum gewährleisten zu können, ist eine kontinuierliche Gewinnung, Förderung und Bindung von jüngeren Kursleitenden erforderlich. Deshalb wurde im DVV und unter Beteiligung des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) und der ICC- the international language association eine "task-force" gegründet, die sich der Konzeptentwicklung zur Gewinnung, Förderung und Bindung jüngerer Lehrkräfte widmet. Aktuell versteht sich die Arbeitsgruppe als Impulsgeber, der für die VHS mittels eines geplanten Blogs aktuelle Informationen und Strategien für das Themenfeld zusammenführt.

Im Frühjahr 2014 wurde eine Umfrage zu jüngeren Kursleitenden im Sprachenbereich an der Volkshochschule von der Arbeitsgruppe durchgeführt, in der die Motivation und Zufriedenheit von jüngeren Kursleitenden erfasst wurden. Die Ergebnisse finden Sie hier.

Sprachprüfungen

Sprachprüfungen

Logo telc

Rund ein Drittel der Lerner/-innen haben in ihrem Sprachkurs Interesse, ein international anerkanntes Zertifikat zu erwerben. In den Fremdsprachen Englisch und Spanisch liegt der Anteil sogar bei fast 50 %. Diese Erkenntnisse stammen aus zwei repräsentativen Umfragen an Volkshochschulen aus den Jahren 2007 und 2010. Der Bedarf an externen Sprachnachweisen ist also offensichtlich. Schließlich ist Mehrsprachigkeit in einem zusammenwachsenden Europa ein Schlüssel zum Erfolg - beruflich ebenso wie persönlich.

Ideal abgeschlossen wird ein VHS-Sprachkurs durch die Europäischen Sprachenzertifikate der gemeinnützigen telc gGmbH. Als Tochtergesellschaft des DVV blickt sie auf über 40 Jahre Erfahrung bei der Entwicklung von Sprachtests zurück. Derzeit bietet telc - language tests, die Hausmarke der Volkshochschulen, Prüfungen in zehn Sprachen auf fünf Kompetenzstufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens an.

vhsApp

vhsApp

Anzeige vhsApp

Mit Spaß Sprachen entdecken – die vhsApp macht’s möglich: Nutzerinnen und Nutzer entdecken mit ihr spielerisch, wie gut ihr Englisch, Spanisch, Polnisch oder Türkisch schon ist. Sie können VHS-Kurse in der Nähe und bundesweit finden und buchen.

Und die vhsApp kann noch viel mehr: Sie findet unter Tausenden von Angeboten in ganz Deutschland genau den richtigen. Die Botschaft lautet: "Bilden Sie sich beruflich weiter, lernen Sie andere Kulturen kennen, tun Sie etwas für Ihr Wohlbefinden und Ihre Fitness, informieren Sie sich über politische Themen oder tauchen Sie ein in eine von über 50 Fremdsprachen – mit der vhsApp nur einen Klick entfernt."

Die vhsApp ist eine gemeinsame Entwicklung von Volkshochschulen, VHS-Landesverbänden, dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) sowie dessen Tochterunternehmen, dem Sprachprüfungsanbieter telc.

Nähere Informationen zur vhsApp finden auf unserer Website VHS Kursdatenbank.

Sprachenmarketing

Sprachenmarketing

2010 gab der DVV den Startschuss für die größte gemeinsame Marketingkampagne, die die Volkshochschulen in Deutschland jemals durchgeführt haben. Alles fing an mit der Idee, insbesondere jüngere Menschen für einen Sprachkurs an der Volkshochschule zu begeistern.

Der von Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg produzierte und finanziell von der telc gGmbH unterstützte Werbespot wurde insgesamt von über 200 Volkshochschulen in den Kinos vor Ort geschaltet. Zum anderen verbreitete sich der Spot im Web. Die gewünschte Zielgruppe wurde so perfekt erreicht. Auch mit "klassischen" und dennoch innovativen Werbemitteln wurde die Kampagne erfolgreich begleitet: Rund 650.000 CityCards wurden bundesweit in Szene- und Studentenkneipen ausgelegt. Tausende Plakate wurden gedruckt und im VHS-Umfeld aufgehängt. Den größten Schub erhielt die Kampagne im Mai 2011: 22 Mal lief der Spot im ARD-Vorabendprogramm.

Werbespot "Ich liebe Dich!"

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