Integration - Das Engagement der Volkshochschulen

Vielfalt, Teilhabe und Chancengleichheit sind Schlüsselbegriffe der aktuellen Debatte um die deutsche Einwanderungsgesellschaft. Diese Begriffe prägen auch die Arbeit der Volkshochschulen und ihrer Verbände.

Volkshochschulen setzen sich bereits seit langem für die Bildungsteilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte ein. Angesichts der öffentlichen Debatte um steigende Zuwanderungszahlen beziehen sie eindeutig Position: Volkshochschulen unterstützen die breite Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund an der deutschen Gesellschaft und fördern deren umfassende sprachliche, soziokulturelle und berufliche Integration.

Ziele der Arbeit im DVV

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) unterstützt die Volkshochschulen sowie die VHS-Landesverbände bei ihrer Arbeit. Die Realitäten unserer Einwanderungsgesellschaft stellen die Volkshochschulen vor zahlreiche Herausforderungen. Um sich einerseits unter veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen neu zu positionieren und andererseits die spezifischen Startnachteile von Menschen mit Migrationsgeschichte abbauen zu helfen, ist es notwendig, die Chancen auf (Bildungs-) Teilhabe signifikant zu erhöhen.

Schwerpunkte

Volkshochschulen in der Einwanderungsgesellschaft

In einem Positionspapier zur strategischen Neupositionierung der Volkshochschulen in der Einwanderungsgesellschaft beschreibt der DVV seine Leitvorstellungen im Kontext des derzeitigen Integrationsdiskurses und gibt konkrete Handlungsempfehlungen an Volkshochschulen und VHS-Landesverbände.

Die Standortbestimmung, die auf einer bundesweiten Umfrage zum Stand der Interkulturellen Öffnung basiert, unterstreicht insbesondere die enge Verbindung von Integration und Teilhabe. So wird Integration als Weg zur Schaffung möglichst chancengleicher Partizipationsmöglichkeiten für Menschen mit Migrationsgeschichte verstanden. Zugleich bildet das Papier den Auftakt für die Einrichtung einer Online-Austauschplattform "VHS in der Einwanderungsgesellschaft", die sich neben dem Transfer von guter Praxis im Sinne einer Nachhaltigkeitsstrategie auch einem generellen Austausch zum Thema (einschlägige Projekte, Veranstaltungen, Veröffentlichungen, etc.) verschrieben hat.

Das Positionspapier finden Sie hier.


Integration I Sprache

Der Erwerb der deutschen Sprache bildet die zentrale Grundlage für eine gelingende gesellschaftliche Integration von Migrant/-innen. Er stellt deshalb den Fokus der Arbeit des Referats Integration & Sprachen im Deutschen Volkshochschul-Verband dar.

Staatliche Integrationskurse an Volkshochschulen

Staatliche Integrationskurse an Volkshochschulen

Die Volkshochschulen sind der gewichtigste Partner des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei der Durchführung der Integrationskurse. Auf die Öffnung der Integrationskurse für Asylbewerber und Geduldete haben sie schnell und effizient reagiert. In die Sprachvermittlung für Geflüchtete fließt zugleich jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Integration ein. Insgesamt rechnen die Volkshochschulen auch im laufenden Jahr mit einer weiteren Ausweitung ihrer Teilnehmerzahlen. Die ungebrochene Nachfrage bei neu zugewanderten Menschen verdeutlicht den außerordentlich wichtigen Beitrag der Volkshochschulen als kommunale Zentren sprachlich-gesellschaftlicher Integration.

Die Volkshochschulen sind derzeit von Bund und Ländern ermächtigt, den Deutschtest für Zuwanderer (DTZ) als Abschlusstest der Integrationskurse durchzuführen. Er wird von den Volkshochschulen in enger Zusammenarbeit mit der telc gGmbH, einer 100%igen Tochter des Deutschen Volkshochschul-Verbands, abgenommen und bewertet.

Sprachförderung für Asylsuchende und Flüchtlinge

Sprachförderung für Asylsuchende und Flüchtlinge

Die Basis für die gesellschaftliche Integration von Geflüchteten bildet der zügige Erwerb der deutschen Sprache. Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass Flüchtlinge mit einer guten Bleibeperspektive sowie Geduldete im Oktober 2015 einen Zugang zum vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) koordinierten Integrationskurs erhalten haben. Zusätzlich fördert die Bundesagentur für Arbeit (BA) Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive im Rahmen verschiedener berufsbezogener Sprachprogramme. In beiden Programmen sind die Volkshochschulen die gewichtigsten Träger.

Weiterhin wirken VHS-Landesverbände und Volkshochschulen in eigens konzipierten länderbezogenen und kommunalen Programmen an der Sprachförderung für Asylsuchende und Flüchtlinge mit. Hieran können i.d.R. auch Menschen mit unklarer Bleibeperspektive teilnehmen. Denn die Volkshochschulen und ihre Verbände verstehen sprachliche Bildung für Geflüchtete auch als Beitrag zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Ziel muss sein, eine systematische Sprachförderung und die gesellschaftliche Teilhabe für einen möglichst großen Teil der Asylsuchenden und Flüchtlinge zu gewährleisten.

Online-Deutschlernen

Online-Deutschlernen

iwdl.de - Das kostenfreie Online-Lernportal zum Deutschlernen

Das kostenfreie Online-Lernportal ich-will-deutsch-lernen.de (iwdl.de) setzt das Rahmencurriculum für Integrationskurse in einer digitalen Lernumgebung um. Es bietet einen Deutschkurs über 45 Lektionen auf den Niveaustufen zwischen A1 und B1 – ergänzt um ein breites Angebot zur Alphabetisierung und zur Berufssprache Deutsch. Das Portal ist vom BAMF als kurstragendes Lehrwerk für Integrationskurse zugelassen. Kursleiter/-innen stehen umfangreiche Funktionen zur Betreuung von Lernenden zur Verfügung. Individuell Lernende werden von einer Online-Tutorin bzw. einem Online-Tutor des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) betreut. Das individuelle Feedback der Tutoren ermöglicht das Lernen auch in anspruchsvollen Übungsformaten.

Weitere Informationen auf https://portal-deutsch.de/iwdl

 

Einstieg Deutsch - Die SprachlernApp

Die Sprachlern-App „Einstieg Deutsch“ richtet sich an Geflüchtete. Die Inhalte orientieren sich am unmittelbaren Sprachhandlungsbedarf in typischen Alltagssituationen. Lernende können an jeder Stelle in 15 Lektionen jeweils themenbasiert einsteigen und die wichtigsten Begriffe, Phrasen und Wendungen für ihren jeweiligen Sprachbedarf erlernen und variieren. So hilft die App bei den ersten Schritten z.B. bei Behördengängen oder beim Arztbesuch. Die App setzt auf das Smartphone als Ressource, ist offline nutzbar und intuitiv zu bedienen. Sie ist außerdem vollständig übersetzt in 10 Sprachen (Arabisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch, Kurmanci, Paschtu, Tigrinya, Türkisch, Urdu) verfügbar.

Weitere Informationen auf: https://portal-deutsch.de/app

Projekt "Einstieg Deutsch"

Projekt "Einstieg Deutsch"

Logo BMBF

"Einstieg Deutsch" ist ein niederschwelliges Lernangebot für Geflüchtete. Es dient der sprachlichen Erstförderung und unterstützt Geflüchtete in ihren Orientierungs-, Artikulations- und Verständigungsmöglichkeiten. Das Lernangebot basiert auf einem Blended-Learning-Konzept: Präsenzunterricht verknüpft mit Online-Kursen und Exkursionen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit jährlich 19 Millionen Euro gefördert. Für die Durchführung von lokalen Lernangeboten können gemeinnützige Weiterbildungseinrichtungen entsprechende Mittel beim DVV beantragen.

Weitere Informationen zum Konzept, zur Antragstellung und zu den Förderkonditionen finden Sie auf www.einstieg-deutsch.de


Integration I Ehrenamt

Seit 2015 kamen rund eine Million Menschen nach Deutschland und erstaunlich schnell gründeten sich zahlreiche Initiativen, Helferkreise, Sprachtandems und Patenschaften, um den Menschen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen geflüchtete Menschen im Alltag, lernen mit ihnen Deutsch, begleiten sie zu Behörden oder fördern den Austausch in Begegnungscafés. Sie legen den Grundstein für gelingende Integration. Volkshochschulen unterstützen dieses Engagement und bieten u.a. Weiterbildungsmaßnahmen für Ehrenamtliche an.

Ehrenamtsportal – Wir gestalten Integration!

Ehrenamtsportal – Wir gestalten Integration!

Logo BMBF

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) entwickelt zurzeit ein Online-Portal für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit, das Anfang 2018 starten soll. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).  Wissenschaftlich begleitet wird es vom Learning Lab der Universität Duisburg-Essen.

Das Portal soll die Möglichkeit zur bundesweiten Vernetzung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, zum Austausch, zum voneinander und miteinander Lernen bieten.

Es lässt sich in drei große Bereiche unterteilen:

1. Information und Unterstützungsangebote

Das Portal bereitet Informationen, Links und Tipps zu bestimmten Themenwelten (DaF, Rechtliches, Integration, Interkulturelle Kommunikation, Flucht etc.) auf und stellt ehrenamtlichen Sprachbegleiterinnen und Sprachbegleitern thematisch geschlossene Lerneinheiten zum Download zur Verfügung. Die Lerneinheiten werden modular und ohne grammatische Progression aufgebaut und eignen sich hervorragend für das vertiefende Lernen in Sprachbegegnungen zwischen Ehrenamtlichen und Geflüchteten.

2. Qualifizierung der Ehrenamtlichen
Darüber hinaus wird das Portal eine kostenfreie Online-Qualifizierung für Ehrenamtliche anbieten, die in der Arbeit mit Geflüchteten tätig sind. Anhand vorgegebener Themenfelder können Ehrenamtliche sich ihren eigenen Lernplan zusammenstellen und erhalten nach vollständiger Bearbeitung eine Bescheinigung über ihren Lernerfolg.

Zusätzlich soll gemeinsam mit den VHSen ein Blended Learning Angebot entwickelt werden, das später in allen VHSen vor Ort umgesetzt werden kann.

3. Austausch unter den Ehrenamtlichen 

Ein weiterer Fokus des Portals liegt darauf, eine Community aufzubauen, die sich gegenseitig unterstützt, mit- und voneinander lernt und Hindernisse erfolgreich überwindet. In moderierten Foren soll es Gelegenheit geben, Rat oder Hilfe einzuholen, gemeinsam nach Lösungswegen für besondere Herausforderungen zu suchen, aber auch Materialien zu tauschen und auf besondere Angebote aufmerksam zu machen.

Projektlaufzeit: 1.11.2016 – 31.05.2019

Veröffentlichung in "dis.kurs - das Magazin der Volkshochschulen", Ausgabe 2/2017

Ansprechpartnerin:

Andrea Rühmann
Projektleitung
Tel. 0228/97569-443
ruehmann(at)dvv-vhs.de


Integration I Kultur

Der Deutsche Volkshochschul-Verband unterstützt die enge Verzahnung der einzelnen Bildungsbereiche an Volkshochschulen, um Menschen mit Migrationsgeschichte einen breiten Übergang aus Sprachkursen in die jeweiligen örtlichen Kursprogramme zu ermöglichen. Dabei steht aktuell die Nahtstelle zwischen sprachlicher und kultureller Bildung im Fokus der Verbandsarbeit.

Raus mit der Sprache!

Wollen Volkshochschulen die Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte an Stadtgesellschaft erhöhen, sollte die Brückenbildung zwischen Maßnahmen der sprachlichen und kulturellen Bildung deutlich vorangetrieben werden. Vor diesem Hintergrund arbeitet der DVV gegenwärtig in einem Netzwerk gemeinsam mit dem Deutschen Museumsbund (Fachgruppe Migration), Arbeit und Leben NRW sowie mit Vertreter/innen der DVV-Bundesarbeitskreise Sprachen und Kultur an einem Projekt, das sich dem Cross-over zwischen Sprache und Kultur verschrieben hat.

Das Pilotprojekt "Raus mit der Sprache!", dessen Konzeption von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert wird, zielt auf eine nachhaltige sprachlich-kulturelle Integration von Zugewanderten, insbesondere von Geflüchteten, ab. Es verknüpft drei Hauptziele:

  • Die Festigung der Sprachkenntnisse nach Abschluss des Deutsch-/ Integrationskurses,
  • die nachhaltige Integration durch kulturelle Teilhabe und Auseinandersetzung mit Fragen kultureller Identität
  • sowie die aktive Partizipation der Zugewanderten (z.B. in Form der Gewinnung als Multiplikator/innen).

Stärken des Pilotprojekts liegen in:

  • Der flexiblen Ausgestaltung des Teilhabeformats,
  • dem einschätzbaren (Mehr-) Aufwand sowie der guten Anschlussfähigkeit nach Projektende
  • und der Möglichkeit einer zukünftigen Ausweitung auf andere kommunale Kultureinrichtungen (z.B. Stadtbibliotheken).

Förderanträge für die Umsetzungsphase von „Raus mit der Sprache!“ werden im 1. Halbjahr 2017 gestellt.

Unterlagen zum Download

Projektbeschreibung

Programm Experten-Workshop 28./29.08.2015

Ergebnisse Experten-Workshop 28./29.08.2015

Programm Planungsworkshop 18.01.2016

Ergebnisse Planungsworkshop 18.01.2016

Fotoprotokoll Planungsworkshop 18.01.2016

Bestandsaufnahme zum Projekt

Gefördert durch:


Integration I Beruf

Die Volkshochschulen suchen Antworten auf den tiefgreifenden demografischen Wandel, von dem viele Großstädte, aber auch zahlreiche Klein- und Mittelstädte betroffen sind. Sie betrachten diesen als Chance, noch stärker als bisher auf die Potentiale der Zuwandernden zu rekurrieren.

Programme mit dem Fokus auf der Verbindung sprachlich-beruflicher Bildung an Volkshochschulen sollen es Migrant/-innen ermöglichen, in gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht Fuß zu fassen. Gerade für Asylsuchende und Flüchtlinge ist es von wesentlicher Bedeutung, sich möglichst frühzeitig beruflich zu orientieren. Hierzu hat die Bundesregierung kombinierte Maßnahmen, zusammengesetzt aus Integrationskursen und arbeitsmarktrechtlichen Förderinstrumenten, ins Leben gerufen. Zahlreiche Volkshochschulen engagieren sich in diesem Maßnahmenpaket. Zugleich ist geplant, ab 2018 die Integrationskurse und das neue nationale Programm zur berufsbezogenen Deutschsprachförderung (§45a Aufenthaltsgesetz) in einem „Gesamtprogramm Sprache“ zu verzahnen.

Handlungsempfehlungen an der Schnittstelle Sprache/Beruf

Handlungsempfehlungen an der Schnittstelle Sprache/Beruf

Volkshochschulen beteiligen sich an kommunaler Integrationsarbeit auf unterschiedliche Weise: Während zahlreiche Häuser den Schwerpunkt auf gesellschaftliche und sprachliche Bildungsmaßnahmen legen, widmen sich einige Einrichtungen zusätzlich der arbeitsmarktnahen Projektarbeit.

Um den Erfolg der Integrationsmaßnahmen von Seiten der Kommunen durch geeignete sprachliche und berufsorientierte Bildungsprogramme zu sichern, hat der DVV ein internes Grundlagenpapier "Aufgaben der Volkshochschulen an der Schnittstelle Sprache/Beruf" erarbeitet, das im Internen Bereich/Integration und Sprachen dieser Website abrufbar ist.

Sondierungstagung: Sprachen trifft Beruf - Integration an Volkshochschulen gemeinsam weiter denken

Sondierungstagung: Sprachen trifft Beruf - Integration an Volkshochschulen gemeinsam weiter denken

Wie lässt sich die sprachliche und berufliche Integration (Neu-) Zugewanderter in Volkshochschulen enger verzahnen? Welche konkreten Bedarfe existieren in der Migrationsgesellschaft? Und wie können die Fachbereiche Integration / Sprachen und Beruf in diesen Arbeitsfeldern agieren?

Die Tagung „ Sprachen trifft Beruf – Integration an Volkshochschulen gemeinsam weiter denken“ eröffnet die Diskussion in diesem zentralen Themenfeld und holt die einzelnen Volkshochschulen dort ab, wo sie stehen. Sie dient der Information, Orientierung und Begleitung von Volkshochschulen, die an der Schnittstelle Sprachförderung und berufliche Qualifizierung tätig sind oder sein wollen. Dabei werden in einem ersten Tagungsschwerpunkt potentielle Handlungsfelder zwischen Sprache und Beruf definiert, die am Nachmittag im Rahmen von Einzelforen konkretisiert werden.

Deutschlandweit sind folgende Veranstaltungen geplant:

Die Tagung richtet sich an Leitende und Programmverantwortliche der Fachbereiche Integration/Sprachen und Beruf. Interessant ist die Veranstaltung für Volkshochschulen, die

  • bereits Integrationskurs- und/oder DeuFöV-Träger sind,
  • AZAV-zertifiziert sind oder dies planen und berufsbezogene Maßnahmen anbieten wollen,
  • sich auf den Weg machen wollen, die Integration Geflüchteter ganzheitlich zu betrachten und sprachlichen Kompetenzerwerb mit beruflicher Qualifizierung zu verzahnen.

Nähere Informationen erhalten Sie von den zuständigen Referaten in Ihrem jeweiligen Landesverband.

Nationale berufsbezogene Deutschsprachförderung (Deutschsprachförderverordnung - DeutFöV)

Nationale berufsbezogene Deutschsprachförderung (Deutschsprachförderverordnung - DeutFöV)

Mit der ab Juli 2016 gültigen "Verordnung über eine nationale berufsbezogene Deutschsprachförderung" (§45a Aufenthaltsgesetz i.V.m. §§ 19ff.DeuFöV) wird die existierende allgemeine und berufsbezogene Sprachförderung deutlich ausgeweitet. Im laufenden Jahr 2017 ersetzt das neue Programm das ablaufende ESF-BAMF-Programm und wird zugleich – neben den staatlichen Integrationskursen – zur zweiten tragenden Säule des zukünftigen "Gesamtprogramms Sprache" heranwachsen. Instrumente der Arbeitsmarkt- und Ausbildungsförderung werden das Programm eng begleiten. Wichtige Kriterien für die derzeit laufende Trägerzulassung in den Spezialmodulen sind die Erfahrung im Bereich der Sprachförderung mit speziellem Berufsbezug sowie Kooperationen mit örtlichen Akteuren des Arbeitsmarktes und beruflichen Bildungsträgern.

Neuer Leitfaden „Deutsch für Medizinerinnen und Mediziner“

Neuer Leitfaden „Deutsch für Medizinerinnen und Mediziner“

Im Kontext der sprachlichen Fachkräfteförderung hat ein Expertenteam im Auftrag des DVV einen bundesweiten Leitfaden "Deutsch für Medizinerinnen und Mediziner" entwickelt. Der Leitfaden soll zur Etablierung und Professionalisierung der Kurs- und Prüfungsangebote für Medizinerinnen und Mediziner an Volkshochschulen dienen. Der insbesondere durch den Bundesarbeitskreis Sprachen des DVV und die telc gGmbH konzipierte Leitfaden wurde im März 2017 an die Volkhochschulen bundesweit verteilt. Gemeinsam mit der passgenauen  Prüfung telc Deutsch B2-C1 Medizin kann so ein komplettes sprachliches Angebotspaket für Medizinerinnen und Mediziner vorgelegt werden.

Der Leitfaden "Deutsch für Medizinerinnen und Mediziner" steht Ihnen ab sofort im Internen Bereich der DVV-Homepage zum Download zur Verfügung.

Deutsch-Prüfungen für Ärzte und Pflegekräfte

Deutsch-Prüfungen für Ärzte und Pflegekräfte

Die Sprachprüfungen der telc gGmbH bieten Fachkräften aus dem Ausland erstmals die Möglichkeit, einheitliche Deutschsprachprüfungen für den medizinischen Bereich und den Pflegebereich zu absolvieren. Die Anforderungen der Tests, die mit Hilfe von Experten aus Medizin und Pflege, Ärztekammern, Marburger Bund und Pflegeeinrichtungen entwickelt werden, orientieren sich am konkreten Berufsalltag der Fachkräfte. Letztendlich wird Ärzten ihre Sprachkompetenz auf dem Niveau B2 oder C1 und Pflegekräften auf dem Niveau B1 oder B2 bescheinigt. Die Prüfungen schaffen auch Anreize, medizinisches Personal aus dem Ausland zu beschäftigen, wodurch dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegengewirkt wird.

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