Gesundheitsbildung und Prävention

Es wird für immer mehr Menschen wichtig, Kompetenzen zu erwerben, um die eigene Gesundheit zu erhalten. Angesichts von jährlich über zwei Millionen Kursbelegungen kann die Gesundheitsbildung der Volkshochschulen für sich in Anspruch nehmen, daran ganz entscheidend mitzuwirken.

Die Gesundheitsbildung schafft spezielle Angebote zum Beispiel für Ältere, Eltern, Familien, Bevölkerung eines Stadtteils, Menschen mit Migrationshintergrund oder Beschäftigte im Betrieb. Nicht nur bei ihrer Teilnehmerschaft, sondern auch bei Krankenkassen, Kommunen und Betrieben findet die Gesundheitsbildung der Volkshochschule hohe Akzeptanz.

Gesundheitsverständnis

Die Volkshochschulen orientieren sich am Gesundheitsverständnis der Weltgesundheitsorganisation, wonach nicht nur die Gemeinschaft, sondern jede und jeder persönlich sich für sein seelisches, körperliches und soziales Wohlbefinden verantwortlich fühlen und deshalb an der eigenen Gesunderhaltung aktiv mitwirken sollte.

Gestärkt werden gesundheitliche Ressourcen vor allem durch die Verknüpfung individueller gelebter Gesundheitspraxis mit der Vermittlung von Wissen sowie der alltagsbezogenen Einübung gesundheitsförderlicher Bewegungsabläufe, Entspannungsmöglichkeiten und Ernährungsweisen.


Aktuelles: Deutscher Volkshochschul-Verband nimmt Stellung zum SPIEGEL-Artikel über vhs-Gesundheitsbildung

Unter dem Titel „Esoterik – Wie die Volkshochschulen mit dubiosen Gesundheitskursen Volksverdummung betreiben“ thematisiert der SPIEGEL in Heft 34/2018 das Programmangebot der Volkshochschulen im Gesundheitsbereich und übt gezielte Kritik. Hierzu nimmt der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) öffentlich Stellung.

Hier geht es zur Stellungnahme.


Bundesfachkonferenz Gesundheit

Die Bundesfachkonferenz richtet sich an vhs-Programmverantwortliche und Projektmitarbeiter im Bereich Gesundheitsbildung. Sie bietet Gelegenheit zu überregionalem Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung.

Die nächste Bundesfachkonferenz Gesundheit findet am 04./05. Februar 2019 in Nürnberg statt.


Studie "vhs macht gesünder"

Lässt sich die Verbesserung der Gesundheit durch vhs-Entspannungskurse wissenschaftlich belegen? Das prüfte eine bundesweite Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf an Entspannungs- und Stressbewältigungskursen der Volkshochschulen.

Bundesweit wurden über 1.000 Teilnehmer aus 132 vhs-Kursen (wie z.B. Yoga, Taichi, Qi Gong, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung) zu Beginn und am Ende der Kurse als auch drei Monate danach befragt. Das Ergebnis der Studie lautet:

Die Kurse verbessern nachweislich die gesundheitsbezogene Lebensqualität und vermindern psychische und körperliche Beschwerden erheblich. Die Gesundheitsgewinne traten bei Männern und Frauen, Anfängern und Fortgeschrittenen, Jüngeren und Älteren und unabhängig von Berufsstand und Bildungsgrad ein und hielten auch nach drei Monaten an. Von der Mehrzahl der Befragten wurde das Gelernte weiter regelmäßig praktisch angewendet.


Zusammenarbeit mit Krankenkassen

Viele Kurse der Volkshochschulen sind als Primärpräventive Maßnahmen nach § 20 SGB V (Sozialgesetzbuch V) anerkannt. Gefördert werden im Rahmen der freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen Primärpräventionskurse aus den Bereichen Bewegung, Stressbewältigung/Entspannung, Gesunde Ernährung/Vermeidung und Reduktion von Übergewicht, Suchtmittelkonsum. Der DVV hat dafür standardisierte Konzepte/Kursmanuale herausgegeben, die von qualifizierten Kursleitungen in den vhs-Kursen angewendet werden. Die von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) der Krankenkassenverbände zertifizierten Kurse der Volkshochschulen sind in der Datenbank der ZPP gelistet.

Informationen über zertifizierte DVV-Konzepte/Kursmanuale und das Anlegen neuer Kurse in der Datenbank der ZPP mit zertifizierten DVV-Konzepte/Kursmanualen finden Sie im passwortgeschützten Mitgliederbereich im Themenfeld Gesundheitsbildung.


Mitgliedschaften bei

Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten

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Der DVV ist Mitglied im Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten".

Hierbei handelt es sich um ein Verbundprojekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundes- und Landesvereinigungen für Gesundheit, der Krankenkassen und Ärzteverbände, der Wohlfahrtsverbände und weiterer Partnerorganisationen.

Das zentrale Ziel ist die Stärkung und Verbreitung guter Praxis in Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten.

Die Plattform "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" enthält neben einer umfangreichen Projekt-Datenbank Informationen zum jährlich stattfindenden Kongress "Armut und Gesundheit" sowie Termine, Materialien und Forschungsergebnisse rund um die Thematik.

Plattform "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten"
Kurzvorstellung des Kooperationsverbundes (pdf)
Diagramm Kooperationsverbund (pdf)

Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.

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Der DVV ist seit Mitte 2003 Mitglied in der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG).

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