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Den Volkshochschulen fehlen Lehrkräfte für Deutsch als Fremdsprache

Die steigende Zahl nach Deutschland geflüchteter Menschen führt zu einer starken Nachfrage nach Lehrkräften mit einer Qualifikation in Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache.

Neben der Schwierigkeit, zusätzliche Räume für Ganztageskurse zu finden, berichten Volkshochschulen aus allen Regionen Deutschlands von den Problemen, geeignete Lehrkräfte für Integrationskurse und andere Sprachförderangebote zu akquirieren.

Denn auch Schulen, Universitäten und die Wirtschaft benötigen Deutschlehrkräfte und können in der Regel mit Festanstellungen, zumindest aber deutlich höheren Honorarsätzen aufwarten. Mit dem Positionspapier „Bildungsoffensive für Flüchtlinge“ und begleitenden Pressemitteilungen wiesen DVV, Landesverbände und die Volkshochschulen seit September 2015 die Öffentlichkeit auf den dringenden Handlungsbedarf hin. Überregionale Medien griffen das Thema auf. Die ARD zitierte Verbandsdirektor Ulrich Aengenvoort mit den Worten: „Wir müssen mehr Geld bekommen, um das Personal angemessen zu bezahlen. Wir müssen viele hundert Lehrkräfte innerhalb kurzer Zeit motivieren, zusätzliche Kurse zu machen.“

Mögliche Lösungen

Aus Sicht des DVV und der Volkshochschulen kann die Lösung nur in einer deutlichen Anhebung der teilnehmerbezogenen Unterrichtsstundenpauschalen liegen, damit die Volkshochschulen die komplexe Lehrtätigkeit angemessen honorieren und die Festanstellungsquote deutlich erhöhen können. Denn aus kommunaler Sicht ist klar: Die für den Bund erbrachten Leistungen im Integrationskurs müssen auch von diesem entsprechend entlohnt sein, um eine verbindliche und qualitativ hochwertige Umsetzung zu garantieren. Die Absicherung des Integrationskurssystems durch festangestellte Lehrkräfte kann nicht eine Frage der ohnehin meist angespannten kommunalen Haushaltslage sein.

Kommunale Lösungen zeichnen sich in Einzelfällen nur dort ab, wo eine ausreichende finanzielle Ausstattung oder eine sehr gute Infrastruktur vorhanden sind.

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