Integration
Auf der Grundlage der Prinzipien der Volkshochschulen – Offenheit, Pluralität, Internationalität, Mehrsprachigkeit sowie der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen – übernehmen die Volkshochschulen seit langem zentrale Integrationsaufgaben in der und für die Kommune. Angesichts der öffentlichen Debatte um Integration und Einwanderung beziehen sie deutlich Position: Volkshochschulen verstehen sich als Ort der interkulturellen Verständigung und als Vorreiter für Integration.
Fast die Hälfte der Unterrichtsstunden im Sprachenangebot entfallen auf Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Dies verdeutlicht die wachsende Nachfrage bei Menschen mit Migrationshintergrund und den außerordentlich wichtigen Beitrag der Volkshochschule zur sprachlichen und gesellschaftlichen Integration. Sie sind damit auch der größte Partner des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei der Durchführung der Integrationskurse. Aufgrund ihrer Zuverlässigkeit, Kompetenz und Wohnortnähe sind die Volkshochschulen von Bund und Ländern ermächtigt, zusätzlich zu den Sprachprüfungen die Einbürgerungstests abzunehmen.
Obwohl die Volkshochschulen auf dem Gebiet der sprachlichen Integration bereits die Schlüsselinstitutionen sind, differenzieren sie das Angebot an Deutschunterricht auf höheren Niveaustufen fortlaufend weiter aus. Sie bieten Zugewanderten auch Kurse zur Vertiefung ihrer Kenntnisse der eigenen Muttersprache an und bauen über die Sprachkurse Brücken zu anderen Bildungsfeldern. Die Volkshochschulen wollen damit verstärkt Menschen mit Migrationshintergrund zur Weiterbildung einladen und deren Interesse an sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Integration unterstützen.

Seitenanfang
Seite drucken